Berlin setzt Zeichen gegen rechts

Am kommenden Sonntag finden in Berlin die Wahlen zur Abgeordnetenhaus und den Bezirksversammlungen statt. Es wird aufregend: Die ganze Bundesrepublik blickt darauf, wie die AfD nach ihrem beunruhigenden Triumph in Mecklenburg-Vorpommern in der Hauptstadt abschneidet. Wahlumfragen sehen sie zwischen zehn und 15 Prozent. Vor kurzem hat zudem die rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ für Empörung gesorgt, als sie das Brandenburger Tor besetzte.  

Die tröstliche Nachricht ist: Diese unheilvolle Entwicklung mobilisiert viele Menschen, vor der Wahl klar Position gegen Rassismus und Rechtspopulismus zu beziehen. Darunter sind auch Prominente: Ein Spot der Berliner SPD, in dem Schauspieler Clemens Schick, Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf oder Comedian Oliver Kalkofe Aussagen von AfD-Politikern aufs Korn nehmen, hat sich in den vergangenen Tagen im Netz verbreitet. Die Band Jennifer Rostock widmete potenziellen AfD-Wählern und den schrägen Ansichten der Partei gar einen eigenen Song. Die Freie Berliner Szene, eine Initiative Freier Kunst- , Tanz- und Theaterschaffender, hat einen „Offenen Brief gegen Rechts“ veröffentlicht.

Auch NWMD verfolgt die Wahl mit Spannung. Denn auch wir haben Kraft und Ideen in den Wahlkampf gesteckt – beispielsweise unter dem Hashtag #RettetBerlin die Kampagne der Jusos Berlin gemacht und Plakate für den Reinickendorfer SPD-Kandidaten Uwe Brockhausen entworfen.

Nun heißt es: Daumen drücken für den Endspurt. Und das Wichtigste: Wählen gehen!